So manch einer kennt diese Situation: Zu Jahresbeginn werden die geplanten Vorsätze mit Eifer angegangen, um schon zeitnah wieder mit ihnen zu brechen. Allerdings sind insbesondere im Beruf feste Ziele eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg. Denn nur wer ein konkretes Ziel tatsächlich vor Augen hat, weiß auch, wohin er sich orientieren muss.

Insbesondere im Management ist es zwingend erforderlich, Verantwortung zu übernehmen und zielbewußt zu handeln. Schließlich wird von Führungskräften erwartet, konkrete Ergebnisse zu erreichen. Reibungsverluste durch fehlende Orientierung erschweren dieses Vorhaben erheblich. Das bedeutet im Ergebnis: Jede Führungskraft sollte die Ziele ihres Handelns und die übergeordneten Zielsetzungen für ihre Tätigkeit kennen. Um dabei erfolgreich zu wirken, brauchen Sie die Unterstützung Ihrer Mitarbeiter und sollten sie daher aktiv einbeziehen. Das heißt, das jeder Vorgesetzte dafür sorgen muss, dass gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Teilziele und Aufgaben festgelegt und der Arbeitsablauf organisiert wird. Sind Sie aber sicher, dass Ihre Mitarbeiter genau wissen, was Sie von ihnen erwarten? Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter die gegenseitigen Erwartungen schriftlich festhalten sollten – würden die dann übereinstimmen? Führunskräfte in diversen Coaching-Sessions verneinten diese Frage. Auch viele Mitarbeiter gaben in anonymen Umfragen andere Vereinbarungen und Zielvorgaben als Ihre Vorgesetzten an.

Noch zuvor sollten Sie sich im Grunde die folgenden Fragen beantworten: Kennen Sie die Ziele Ihres Verantwortungsbereichs ganz genau? Wissen Sie, wo Sie Ende des Jahres stehen wollen? Wie sollten Sie je mit Ihren Mitarbeiten klare Ziele vereinbaren können, wenn Sie selbst nicht einmal wissen, wohin Sie wollen?

Wenn Sie sich nach reiflicher Überlegung, auch in Absprache mit Ihrer eigenen Führungskraft, für Ziele entschieden haben, die Sie angehen wollen, sollten Sie sie auch schriftlich formulieren. Dazu gilt es für Sie als auch für Ihre Mitarbeiter einiges zu beachten:

Ziele sind wirkungsvoll, wenn sie Sinn vermitteln

Jeder muss die Ziele seines Handelns und die übergeordneten Zielsetzungen für seine Tätigkeit kennen. Dabei sollte jeder wissen, wozu das Ergebnis seiner Arbeit im Rahmen des gesamten Unternehmens dient. Hierfür müssen die Ziele eindeutig bestimmt und nach Möglichkeit in meßbaren Größen wie Menge, Güte oder Zeitpunkt ausgedrückt sein.

Ziele sollten genau durchdacht sein

Weil Ziele große Kraft haben, ist eines besonders wichtig: Überlegen Sie sich genau und detailliert, was Sie sich mit Ihrem Mitarbeiter als Ziel vornehmen. Wägen Sie die Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten, ab. Haben Sie wirklich den Kern dessen erfasst, was Sie gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter erreichen wollen?

Delegation von Aufgaben und Verantwortung

Den Mitarbeitern müssen Aufgaben und Verantwortungsbereiche, einschließlich der zur Erfüllung der Aufgaben erforderlichen Kompetenzen eingeräumt werden. Der Mitarbeiter trägt die Verantwortung für die Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben. Sie als seine Führungkraft bleiben dafür verantwortlich, den richtigen Mitarbeiter ausgewählt, informiert, kontrolliert sowie unterstützt zu haben.

Kontrollieren

Kontrolle ist als ein notwendiges Instrument zu betrachten, um rechtzeitig eine drohende Nicht-Ziel-Erreichung zu erkennen und Alternativmaßnahmen einzuleiten. Kontrollen sollten Sie dabei nicht als Machtinstrument beziehungsweise Mißtrauensbeweis gegenüber Ihren Mitarbeitern mißbrauchen. Kontrollen sollten sich auch nicht auf die Abweichung zwischen Soll und Ist konzentrieren, sondern Ansatzpunkte für verbesserte Vorgehens- beziehungsweise Verhaltensweisen beinhalten.
Über die Kontrollen soll auch bewirkt werden, dass Ihre Mitarbeiter in verstärktem Umfang zur Eigenkontrolle angeleitet werden.